Wohnen am Spielbudenplatz

Immer was los: Wissenswertes und Aktuelles

Die Vorwürfe der Initiative Esso-Häuser sind haltlos

Zu den auf der heutigen Pressekonferenz der Initiative Esso-Häuser geäußerten Vorwürfen erklärt Bernhard Taubenberger, Geschäftsführer der BHG Spielbudenplatz GmbH & Co. KG:

Während eine Vielzahl von Menschen in den Behörden und bei der Bayerischen Hausbau mit Hochdruck an Lösungen für die Mieterinnen und Mieter der Esso-Häuser arbeitet, geht die Initiative Esso-Häuser ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: der realitätsverweigernden Empörung.

So will sie ausweislich ihrer Pressemitteilung hundert Prozent "preiswerten Wohnungsbau" durchsetzen. Wohnungsbauexperten würden belegen, dies sei möglich. Sind das auch die Experten, auf die sich die Initiative berufen hat, als sie jahrelang das Ammenmärchen in die Welt gesetzt hat, die Esso-Häuser seien günstig zu sanieren, noch dazu im bewohnten Zustand?

Wie dem auch sei: Die Bayerische Hausbau hat die Häuser 2009 übernommen und 2010 drei Expertisen vorgelegt, die sehr klar den maroden Zustand beschrieben haben. Die Initiative hat diese Expertisen stets als Gefälligkeitsgutachten gesehen und ignoriert. Hätte die Initiative nicht jahrelang baulich-technische Realitäten ausgeblendet, so wären wir heute am Spielbudenplatz einer vernünftigen Lösung für alle, vor allem aber für die Mieterinnen und Mieter näher. Dass die Häuser derart geschädigt sind, wissen alle Beteiligten erst seit dem Gutachten des Bezirks Hamburg-Mitte und damit seit Juni dieses Jahres. Wir jedenfalls haben in den vier Jahren, seitdem wir Eigentümerin der Häuser sind, die Dinge instand gehalten, die instand zu halten waren. Der Vorwurf der Initiative, wir hätten nicht instandgesetzt, ist ebenso alt wie falsch. Und er wird nicht dadurch richtiger, indem man ihn wie ein Mantra vor sich herträgt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Hausbau waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag präsent und haben dafür Sorge getragen, dass Essen und Getränke verteilt wurden. Sie haben noch am Sonntag trotz schwieriger Buchungssituation auf St. Pauli für alle Mieterinnen und Mieter Hotelzimmer besorgt, so dass diese keine zweite Nacht in der Notunterkunft mehr verbringen mussten. Und sie haben - bis gestern Abend und mit Erfolg - an einer Langfristlösung gearbeitet, die heute Morgen umgesetzt worden ist: Die Mieterinnen und Mieter, die nicht bei Bekannten und Freunden untergekommen sind - und dabei handelt es sich um den weit überwiegenden Teil -, sind in zwei Hotels in Kieznähe untergebracht worden und können dort bleiben, bis sie eine Ersatzwohnung gefunden haben oder die steg ihnen eine angeboten hat. Bereits am Sonntag hat die Bayerische Hausbau Bargeld zur Deckung des Verpflegungsmehraufwandes ausgegeben und jedem Mieter eine Notfallnummer ausgehändigt. Sie wird die Bargeldausgabe zur Deckung des Verpflegungsmehraufwandes morgen wiederholen. Und sie hat am Dienstag einen vierseitigen Mieterbrief mit allen relevanten Informationen veröffentlicht. In diesem wird unter anderem auch angekündigt, dass die Bayerische Hausbau zwischen Weihnachten und Neujahr durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort präsent sein wird, um sich um die Belange der Mieterinnen und Mieter entsprechend kümmern zu können. Der von der Initiative Esso-Häuser und den wenigen in ihr aktiven Mieterinnen und Mietern erhobene Vorwurf also, die Bayerische Hausbau würde sich nicht um die Menschen kümmern, ist ungeheuerlich, ehrabschneidend - und grundfalsch.

<- Zurück zu: Aktuelles